Wenn's krächzt und ächzt - Husten bei Pferden

Stauballergien, akute Bronchitis bis hin zu chronischen Lungenkrankheiten - Husten bei Pferden ist mehr und mehr ein Thema geworden.

 

Lucia ist nun seit über zehn Jahren an meiner Seite und sie hatte in all den Jahren dreimal Husten - zweimal davon innerhalb eines Jahres. Zuvor habe ich mir um das Thema keine Gedanken gemacht, bzw machen müssen. Sie hat einmal zu einer Zeit gehustet, als alle husteten und es war mit Kräuter und erhöhter Mineralfuttergabe schnell wieder weg. Danach war jahrelang nichts. Letztes Jahr dann ein leichter Husten. Auch nicht weiter schlimm. Dies Jahr wurds ungemütlicher. Ein Pferd in ihrem direkten Boxenumfeld hustete wochenlang und obwohl ich ihr vorsorglich Kräuter zugefüttert und die Mineralfuttergabe erhöht habe, erreichte der Husten sie dennoch. Er ließ sich mit pflanzlichem Hustensaft, Kräutern und ätherischen Ölen schon ganz gut in den Griff kriegen und zusätzlich bekam sie Schleimlöser. Die Lunge klang gut, alles schien seinen normalen Weg zu gehen. Doch immer wieder gab es Situationen in denen sie plötzlich wieder hustete. Zusätzlich zog ein neues Pferd ein, das auch wieder Husten mitbrachte.

 

Auch wir verschlucken uns mal oder haben plötzlich einen Hustenreiz, dabei würde ich mir auch bei meinen Pferden nichts weiter denken, aber bei häufigeren Situationen gehen bei mir die Alarmglocken an - bloß nichts verschleppen und chronischen Kram mit uns rumschleppen.

 

Nun inhalieren meine beiden vorsorglich regelmäßig mit Salzwasser und Eukalyptus, bekommen verschiedene Kräuter und werden möglichst häufig massiert und behandelt, damit sich bloß nichts festsetzt.

 

Mehr zum Thema Inhalation und Soletherapie findest du hier

 

Aber was ist eigentlich Husten, woher kommt er und warum kommt er?

 

Definition:

Als Husten bezeichnet man eine stoßartige Expirationsbewegung, die durch die Atemmuskulatur erzeugt wird und eine Reaktion auf Reizung der Atemwege darstellt.

(doccheck.com)

 

Bedeutet also: Befinden sich Fremdkörper in unseren Atemwegen, zieht sich das Zwerchfell zusammen und die Luft wird ruckartig aus den Atemwegen ausgestoßen. Für den Körper erstmal also eine ganz normale Reinigungsarbeit. Dem Husten liegt also eine Reizung zugrunde und durch den Husten entsteht dann wiederum eine Reizung der Schleimhäute.

Bei einem Infekt wird vermehrt Schleim gebildet um Keime aus der Lunge zu transportieren. Dieser natürliche Prozess wird durch eine Entzündung verstärkt und verlangsamt. Es entsteht deutlich mehr Schleim, der sich verfestigt und dann nicht mehr richtig abgehustet werden kann. Es entsteht der besonders fiese krampfartige Husten. NIcht nur die Schleimhäute, auch die Flimmerhärchen reagieren sehr sensibel auf ein Übermaß an Staub und Keime, die Flimmerhärchen können durch chronische Belastung zerstört werden und ermöglichen dann keinen Abtransport mehr. Die Keime gelangen so tiefer in die Atemwege. Gleichzeitig wird mehr Schleim produziert, der jedoch nicht mehr abtransportiert werden kann. Mehr und mehr Bereiche verstopfen und sterben im schlimmsten Fall ab.

 

Massage bei Husten

Die Rippenmassage ist besonders interessant für Pferde mit Hustenproblemen oder Allergiker. Hierbei massierst du die Zwischenmuskulatur und fährst zunächst mit deinen Fingerspitzen am Rippenbogen entlang. Dabei kannst du feststellen, ob dein Pferd hier Schmerzpunkte hat oder an bestimmten Stellen verspannt ist. Anschließend streichst du mit deinen Fingern an den Rippen entlang nach unten. Dabei fühlst du mit deinen Fingerspitzen zwischen die Rippen bis zur Muskulatur und streichst diese bis zum Ende aus.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0